AktuellesBerufsfachliche / Berufspolitische Informationen für unsere Mitglieder

  • Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege“: Interessierte Einrichtungen können sich noch bis zum 15. Oktober 2022 für eine Teilnahme am Praxisprojekt zur Umsetzung des Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege“ beim Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) bewerben. Der Expertenstandard wurde bereits zum zweiten Mal aktualisiert und steht der Fachöffentlichkeit ab September 2022 zur Verfügung: https://www.dnqp.de/expertenstandards-und-auditinstrumente/#c14301141
    Im Zuge des Praxisprojektes sollen die Neuerungen nun in der Praxis erprobt werden. Weitere Informationen finden Sie unter:
    https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Pressemitteilungen/PM_DNQP22.08.26.pdf

 

  • Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“: Dieser Expertenstandard wurde 2020 aktualisiert. Hier steht nun der Praxisprojektbericht zur Verfügung und kann über die Homepage des DNQP bestellt werden. In dem Bericht finden sich Hinweise zur Arbeit mit dem aktualisierten Expertenstandard. Weiter gehen die Ausführungen auf die Nutzung von Qualitätsindikatoren zum pflegerischen Schmerzmanagement auf der Grundlage des Expertenstandards ein. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.dnqp.de/expertenstandards-und-auditinstrumente/#c9577741

 

  • Pflegestipendium: mit der Veröffentlichung der „Richtlinie über die Vergabe von Stipendien zur Steigerung der Studentenanzahl in primärqualifizierenden Pflegestudiengängen (Pflegestipendienrichtlinie – PflStipR)“ kann nun das Pflegestipendium beantragt werden. Das Stipendium von 600 € pro Monat für bis zu drei Jahre steht allen offen, die bereits in Vollzeit einen primärqualifizierenden Pflegestudiengang an einer bayerischen Hochschule
    oder Universität aufgenommen haben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten verpflichten sich, nach dem Studium für mindestens drei Jahre in einer Einrichtung insbesondere der Akutpflege, der ambulanten oder stationären Langzeitpflege, im psychiatrischen oder pädiatrischen Versorgungsbereich in Bayern zu arbeiten. Dies ist ein wichtiger Schritt in Bayern zur Förderung der hochschulischen Pflegeausbildung, der allerdings nicht die weiter geltende Forderung nach einer auskömmlichen Finanzierung des Pflegestudiums auf Bundesebene mindert. Im Pflegeberufegesetz fehlen insbesondere Regelungen zur Ausbildungsvergütung während des Studiums (da 2.500 Pflichtstunden absolviert werden müssen, was eine Nebenerwerbstätigkeit unmöglich macht!) und zur Refinanzierung der Praxisbegleitung durch Hochschulangehörige sowie der Praxisanleitung durch die Träger der praktischen Einrichtung. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege meldet am 09.10.2022, dass bereits 46 Anträge eingegangen sind. Beantragt werden kann das Pflegestipendium beim Bayerischen Landesamt für Pflege. Hier gibt es auch weiterführende Informationen: https://www.lfp.bayern.de/pflegestipendium/

 

  • Pflege neu denken: Die Expertenkommission des im Jahr 2000 veröffentlichten Werkes „Pflege neu denken“ ist erstmals nach 20 Jahren wieder zusammengekommen und zeigt sich besorgt über eine fehlende Innovationsbereitschaft für die Pflege. Positiv bewertet das Gremium die umgesetzte Idee der Integration beruflicher und akademischer Pflegeausbildung mit dem neuen Pflegeberufegesetz. Weiter werden die Ansätze zu größerer Autonomie der Pflegeberufe durch vorbehaltene Aufgaben, Pflegekammern und eigenständige Heilkundeausübung begrüßt. Kritisch gesehen wird die geringe Investition in Innovation, Forschung und Wissenschaft für die Pflege. Hier hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Zudem fordern die Kommissionsmitglieder weitere Reformen zur Verbesserung der Durchlässigkeit des Pflegebildungssystems und der Umsetzung eines geeigneten Qualifikationsmix in die Pflegepraxis. Initiiert wurde das damalige Projekt von der Robert Bosch Stiftung. Die Denkschrift aus 2000 finden Sie in unserer Bibliothek zum Ausleihen. Eine gekürzte Sonderveröffentlichung kann unter https://www.bosch-stiftung.de/de/publikation/pflege-neu-denken-zur-zukunft-der-pflegeausbildung heruntergeladen werden. Die Pressemitteilung finden Sie unter: https://www.dip.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=62&tx_ttnews%5Btt_news%5D=343&cHash=999f3df27daf24d28a771fc6e037afe4

                                                          

München, 11.10.2022             Claudia Hauck