Die Caritasgemeinschaft Bayern begrüßt die zweite, überarbeitete Auflage der Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland, BAPID II. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Rollenprofile und Berufsbilder in der Pflege klarer zu beschreiben und weiterzuentwickeln.
Besonders wichtig ist dabei der neue Blick auf die unterschiedlichen Qualifikationsprofile. Pflegefachpersonen und akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen werden nicht mehr vor allem über „komplexe“ oder „hochkomplexe“ Pflegesituationen voneinander abgegrenzt. Im Mittelpunkt steht nun stärker ihre jeweilige professionelle Verantwortung.
Das ist aus Sicht der Caritasgemeinschaft Bayern ein sinnvoller Schritt. Denn gute Pflege braucht klare Aufgaben, verlässliche Zuständigkeiten und ein gemeinsames Verständnis davon, welche Kompetenzen in der Versorgung gebraucht werden.
Die neue Fassung von BAPID II kann dazu beitragen, mehr fachliche Klarheit und Praxisnähe zu schaffen. Gleichzeitig stärkt sie die Professionalisierung der Pflege und hilft dabei, unnötige Hierarchien zwischen unterschiedlichen Qualifikationsniveaus abzubauen.
Für die Pflegepraxis ist entscheidend, dass verschiedene Kompetenzen gut zusammenspielen. Pflegefachpersonen mit unterschiedlichen Qualifikationen leisten jeweils einen wichtigen Beitrag zu einer guten, sicheren und menschenwürdigen Versorgung. Eine klare Bildungsarchitektur kann Einrichtungen dabei unterstützen, diese Kompetenzen gezielt einzusetzen und weiterzuentwickeln.
