Gute Umsetzung braucht klare Voraussetzungen

Die Caritasgemeinschaft Bayern begrüßt die neue Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege als wichtigen Schritt für eine zukunftsfähige Versorgung. Sie eröffnet die Chance, Pflege stärker nach Qualifikation, Kompetenz und tatsächlichem Bedarf auszurichten. Damit kann sie helfen, starre Fachkraftquoten zu überwinden und die Aufgaben in den Einrichtungen passgenauer zu verteilen.

Damit die neue Personalbemessung ihre Wirkung entfalten kann, braucht es jedoch klare Voraussetzungen. Eine gute Umsetzung gelingt nur, wenn ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Ebenso wichtig sind stabile Leitungs- und Bildungsstrukturen in den Einrichtungen.

Auch digitale Unterstützung spielt eine zentrale Rolle. Sie kann Prozesse erleichtern, Mitarbeitende entlasten und mehr Zeit für die direkte Pflege ermöglichen. Dafür braucht es praxistaugliche Lösungen, die den Alltag in der Langzeitpflege wirklich unterstützen.

Aus Sicht der Caritasgemeinschaft Bayern ist außerdem eine verlässliche Finanzierung unverzichtbar. Neue Anforderungen dürfen nicht zulasten der Einrichtungen, der Mitarbeitenden oder der Bewohnerinnen und Bewohner gehen.

Entscheidend ist, dass die Personalbemessung verbindlich und fachlich fundiert umgesetzt wird. Mindestens der Algorithmus 2.1 muss dabei Grundlage sein. Nur so kann die neue Regelung dazu beitragen, Pflegequalität zu stärken, Mitarbeitende zu entlasten und eine gute Versorgung in der stationären Langzeitpflege langfristig zu sichern.

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