Die Caritasgemeinschaft Bayern sieht in einer starken Primärversorgung einen zentralen Baustein für die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Damit sie gelingt, muss die Profession Pflege mit ihren eigenständigen Kompetenzen konsequent eingebunden werden.
Pflegefachpersonen übernehmen bereits heute eine wichtige Verantwortung in der Versorgung von Menschen. Ihre Kompetenzen müssen deshalb rechtssicher, verbindlich und auf Augenhöhe in neue Versorgungsmodelle einbezogen werden.
Aus Sicht der Caritasgemeinschaft Bayern braucht es dafür klare Zuständigkeiten und verlässliche Rahmenbedingungen. Pflege darf nicht nur ergänzend gedacht werden. Sie muss als eigenständige Profession aktiv an der Gestaltung und Steuerung der Versorgung beteiligt sein.
Dazu gehört auch der Ausbau erweiterter Rollen, etwa Advanced Practice Nurses, Community Health Nurses oder School Health Nurses. Solche Rollen können helfen, Versorgung näher an den Menschen zu bringen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Übergänge besser zu koordinieren.
Eine zukunftsfeste Primärversorgung gelingt nur interprofessionell. Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen und weitere Gesundheitsberufe müssen ihre jeweiligen Kompetenzen gut miteinander verbinden. So kann eine kontinuierliche, bedarfsgerechte und verlässliche Versorgung entstehen.
Die Caritasgemeinschaft Bayern setzt sich dafür ein, Pflegekompetenz stärker sichtbar zu machen und verbindlich zu nutzen. Denn gute Versorgung braucht die Erfahrung, Fachlichkeit und Verantwortung der Pflege.
